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Skoliose

Skoliose (aus dem altgriechischen „skolios", gebogen) ist eine dauerhafte, seitliche Verkrümmung von Wirbelkörpern. Diese Fehlstellung verringert, auf der nach innen gewölbten Seite der Krümmung, die Höhe der Wirbel und Bandscheiben, die eine Keilform annehmen. Mitunter kommt es auch zu Höcker- und Buckelbildung, sowie zu Rippen- und Brustkorbfehlbildungen.

Je nach Lokalisierung unterscheidet man sehr grob zwischen thorakale und lumbale Skoliose (also in der Brustkorb- bzw. Lendenregion). Auch zwei Wirbel in unterschiedlichen Abschnitten können betroffen sein (Doppel-S-Krümmung).

Häufigste Form (80 bis 90% der Fälle) ist die idiopathische Skoliose. Ihre Ursache ist unbekannt. Sie ist typisch fürs Kindes- und Jugendalter, gerade in Zeiten beschleunigten Wachstums, und wird unterteilt in infantile (0 bis 3 Jahre), juvenile (4 bis 10) und Adoleszen-Skoliose (ab 11 bis über die gesamte Pubertät). Sie kommt bei Mädchen vier- bis fünfmal häufiger vor als bei Jungen.

Andere, seltenere Formen sind angeboren (kongenitale Art) oder Folgen u.a. von Nerven- und Muskelerkrankungen (z.B. Polio); von Erkrankungen des Bindegewebes oder Knochenstoffwechsels; von Brustkorbverletzungen durch Unfälle; von unterschiedlicher Beinlänge.

Skoliose beschleunigt Bandscheibenvorfälle sowie Abnutzung von Hüft- und Kniegelenke. Schwere Fälle führen zu Herz- und Lungenbeschwerden, sowie zu Funktionseinschränkungen von Magen, Darm und Nieren.

Skoliose entwickelt sich tückisch, da sie zunächst keine Schmerzen hervorruft. Häufig erkennt man sie erst bei sehr augenfälliger Ausprägung. Daher ist durch orthopädische Vorsorgeuntersuchung die Früherkennung entscheidend für den Behandlungserfolg. In leichten Fällen genügt Krankengymnastik bzw. Physiotherapie. Im fortgeschritteneren Stadium kommt es zur Korsetttherapie. Im Extremfall erfolgt ein chirurgischer Eingriff, wobei die betroffenen Wirbel mit Metallimplantaten stabilisiert und begradigt werden.

Unsere Therapieangebote bei Skoliose

Aus osteopathischer Sicht kommen als skoliotische Ursachen auch übermäßig straffe Narben in Frage, die auf die Wirbelsäule einen dauerhaften Seitenzug ausüben. Aber auch eine zu steife oder zu mobile Nierenposition, ein verspanntes Zwerchfell, eine Beckenfehlstellung und besonders Spannungszustände in Schädelbasisbereich, die stark Statik und Funktion der gesamten Wirbelsäulen beeinflussen.

Osteopathie kann die Verkrümmung nicht gänzlich „wegbehandeln", gerade im fortgeschrittenem Stadium, aber besonders in Kombination zu gymnastischen oder physiotherapeutischen Maßnahmen wirkt sie auf die Beweglichkeit des Rückgrats ein, mildert so die Haltungsschwächen ab verhindert die Übertragung der versteifenden Fehlhaltung auf weitere Körperbereich wie Brustkorb, Rippen oder Becken. 

Grundsätzlich zielt der Osteopath auf die Beibehaltung der Mobilität und so auf die möglichst uneingeschränkte Funktion der Wirbelkörper. Auch der Korrektur von fehlerhaften Ausgleichstellungen gilt sein Augenmerk.

siehe auch Osteopathie-Therapie

 

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